Di., 7. bis So., 12. Sep.
außer Montags
20.00 Uhr



Eintritt 15,00 Euro,
ermäßigt 10,00 Euro

Freie Platzwahl!

„Political Science“. Eine Ode an RANDY NEWMAN

von und mit
Hermann L. Gremliza, Lisa Politt und Band: Gunter Schmidt, Jo Jacobs, Hendrik Lorenzen

Unsere Saison starten wir mit einem Abend, der in bester Tradition des Hauses steht: Desillusionierung bei guter Musik und aus guten Gründen. Es war Randy Newman selbst, der des Öfteren die Vermutung angestellt hat, er sei nur deshalb in Deutschland um so Vieles beliebter als in seiner Heimat USA, weil man hierzulande seine Texte nicht verstehe.
Vor Missverständnissen ist Randy Newman allerdings auch zuhause nicht gefeit. Das liegt an dem „Character Song“, den er im Laufe seiner Karriere perfektioniert hat:  Darin  verkörpert er die Meinungen, die Haltungen offensichtlich rassistischer, widerlicher Personen  mit der Chance, dass der Zuhörer seine  Distanz aufgibt.. Und dem entsprechenden Risiko: Für  „Short People  (got no reason…to live)“  wurde er mit Klagen des Verbandes Kleinwüchsiger und Behindertenorganisationen überzogen, im Bundesstaat Maryland wurde der Song verboten. Lenny Waronker, seinerzeit Präsident bei Warner Brothers, sagte einmal: „Randy Newman schreibt schöne Lieder in böser Absicht“.  Hermann L. Gremliza hingegen formuliert es so: „Randy Newman rettet seine Integrität dadurch, dass er sich Widersprüchen ausliefert, denen jeder andere zu entfliehen trachtet“. Und so hört man – scheinbar - ein wunderbares Liebeslied - und schwelgt genau so lange darin, bis der Künstler  nach seinem Vortrag sagt: „This was a song about a murder“.
Erfolg hat Randy Newman in Amerika vor allem mit seinen Filmkompositionen (17 Oscar-Nominierungen und ein Oscar).  Hierzulande ist er vielen bekannt durch seinen Titelsong der Serie „Monk“, aber auch für Lieder wie  „Feels like Home“, „I think it’s going to rain today“ oder „Lonely at the top“- Songs, die durch andere Interpreten berühmter wurden als durch ihn selbst. Was ihn zum Glück nicht daran hindert, aufzutreten und von allen dieser Lieder die bestmögliche Version zu singen - von ihm in gewohnt  galliger Art wie folgt kommentiert: „Wenn andere meine Songs versauen, warum nicht auch ich selbst“. Die Messlatte liegt hoch - wir geben uns Mühe:
Lisa Politt: Am Gesang
Hermann L. Gremliza: Am Schreibtisch, am Nachdenken, am  Erläutern und am Richtigstellen
Jo Jacobs: Am Schlagzeug, am Bass, am Synthesizer und an der Gitarre
Hendrik Lorenzen: Am Saxophon, am Bass
Gunter Schmidt: Am Flügel

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