Sa., 12. Febr.
20.00 Uhr
Eintritt: 20,- / erm. 15,- Euro

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GUSTAV PETER WÖHLER liest zusammen mit CHRISTOPH KLIMKE:
PIER PAOLO PASOLINI:"Dem Skandal ins Auge sehen"

Ein Essay von Christoph Klimke
anlässlich von Pasolinis 100. Geburtstag

 

Anläßlich des 100.Geburtstages dieses Ausnahme-Dichters und Filmemachers lesen Gustav Peter Wöhler und Klimke aus dessen Essay "Dem Skandal ins Auge sehen". Hier steht der politische Künstler Pasolini (1922 in Friaul geboren und 1975 bei Rom ermordet) im Zentrum der Auseinandersetzung: seine Lyrik, seine Essays und Prosa, die journalistischen Einmischungen,seine Polemiken gegen Kirche und Staat und seine Filme von "Accattone" bis zu "Salo`oder die 120 Tage von Sodom". Pasolini fordert eine radikale Umkehr,nichts Reaktionäres, sondern eine Umkehr zu Werten, die nicht der Gewinnmaximierung unterliegen. Ähnlich wie Beuys kämpft er mit den Waffen der Poesie für die Bewahrung der Schöpfung: ein christlicher Kommunist und ein kommunistischer Christ. Wegen seines politischen Werkes wurde der homosexuelle Künstler umgebracht, der Mord ist bis heute nicht geklärt und soll es wohl auch nicht werden. Pasolini sieht den heutigen Skandalen ins Auge.
"Ein Abtrünniger aller Bewegungen, der schließlich - wie in den "Freibeuterschriften" - eine rigorose Kritik des "Konsumfaschismus" formuliert... Dem kann man in aller Schärfe folgen-in jedem Fall lohnt es sich, von Klimke angeleitet, mit Pasolini dem Skandal ins Auge zu blicken." (Martin Ingenfeld/literaturkritik.de)
Der Berliner Schriftsteller Christoph Klimke hat viel zu Pasolini publiziert, seine Themen ins Fernsehen und auf die Bühne gebracht (zuletzt in der Volksbühne Berlin die Adaption von Pasolinis Film "Die 120 Tage von Sodom", Regie: Johann Kresnik, Ausstattung: Gottfried Helnwein). Für seine Auseinandersetzung mit Pasolinis Leben und Werk ist Klimke mit dem Ernst Barlach Preis für Literatur ausgezeichnet worden.