So., 19.4.
20.00 Uhr
Eintritt:
15,00 Euro
erm. 10,00 Euro
Freie Platzwahl!


 

 

DOTA

Im April 2014 erhielt Dota den Fred-Jay-Preis, der seit 1989 alljährlich an deutsche Liedtexter verliehen wird. Der Chansonnier Sebastian Krämer hielt die Laudatio:

"(...) Wir haben es hier mit einer Dichterin zu tun, meine sehr verehrten Damen und Herren, die, geprägt vom Bossa Nova Sao Paulos einerseits, von der Sago-Schule eines Christof Stählin andererseits, die Zerrissenheit und Ratlosigkeit ihrer Generation mit dem Schmelz der Poesie überzieht.

Und mit dem Schmelz ihrer sanften Stimme. Überall, wo Sänger gelobt werden, fallen die Vokabeln Authentizität und Natürlichkeit. Und dann hört man Dota und denkt: Ach so!, ich nehme das mit der Natürlichkeit und Authentizität im Bezug auf alle anderen zurück, hier singt jemand komplett unverbildet, unverdorben, unverbraucht, oder, um mit Reinhard Mey zu sprechen, noch „mit einer Stimme, die sich anhört, als ob da jemand singt“, ein erwachsenes Kind, kein koketter Erwachsener.

(...) Allein über Dota Kehr, die Humoristin, ließe sich eine ganze Doktorarbeit schreiben. Ihre Ballade über eine gute Fee, die, damit beauftragt, den Weltfrieden herzuzaubern, selber Ansprüche stellt und zu äußerst unsanften Mitteln greift, bevor irgendetwas Gutes geschieht, räumt die Unbedarftheit volksnaher Blödelbarden und die Arroganz belehrender Kabarettisten gleichzeitig mit einem Wisch vom Tisch. Dota macht kein Kabarett. Dota ist politisch. Aber nicht plakativ, sondern – wie es in der Refrainzeile des erwähnten Liedes heißt: kompliziert.“

Am 3. April 2020 erscheint das neuste Album von Dota: Gedichtvertonungen von Mascha Kalékos Texten, fein komponiert und mit namhaften Gastmusikern: Hannes Wader, Konstantin Wecker, Alin Coen, Uta Köbernick, Max Prosa und Felix Meyer geben sich die Ehre und singen gemeinsam mit Dota die Texte der großen Dichterin der „neuen Sachlichkeit“.

In der Duo Besetzung mit Jan Rohrbach gibt es Stücke vom aktuellen Album zu hören, wie auch eine Auswahl älterer Lieder und ein paar noch unveröffentlichte Stücke.

Dota Kehr: Gesang, Gitarre

Jan Rohrbach: E-Gitarre, Keyboard

Wie keine andere schafft Dota es, das aktuelle Geschehen in einer wortgewaltigen und einzigartig inszenierten Poesie auszudrücken.“ (Westzeit)

Ihre Qualität als präzise und pointierte Beobachterin der Gegenwart stellt die Berlinerin auf „Die Freiheit“ erneut unter Beweis. Von internationalen politischen Entwicklungen, die in dem dystopischen Stück „Raketenstart“ ind Flucht von der zerstörten Erde münden - „Wir haben die Katastrophe kommen sehen und den Griff nach der Macht mit viel Witz kommentiert“ ("Raketenstart") - über die Suche nach der erfüllten Sehnsucht per Smartphone-Wischbewegung - „Du bist nicht meine große Liebe, du bist mein Zeitvertreib“ - vom Umgang mit Leistungsdruck hin zur aktuellen Sexismus Debatte - DOTA trifft mit "Die Freiheit" den Nerv der Zeit.

Zeitgenössische Popmusik mit starken Inhalten, die dabei nie die Leichtigkeit verliert: DOTA sprüht auf diesem Album vor ansteckender Lebenslust, sucht Fluchtwege aus der Stadt und aus der Realität und erzählt vom gesellschaftlichen Alltags-Dilemma um einen rassistischen Witz. Dem großen Glück, das es „Jeden Tag“ neu zu feiern gilt, stellt sie in „Kapitän“ die Orientierungslosigkeit einer Beziehung gegenüber: „Wozu brauchen wir den Kompass, wenn wir nicht wissen, wohin wir beide wollen?“. Die alles andere als weit her geholte Geschichte eines Menschen, der sich zunächst ungläubig, dann ohnmächtig gegen die Willkür eines Überwachungsstaatsapparats zu wehren versucht konterkariert sie mit dem titelgebenden Zweizeiler „Die Freiheit“:

So viel Freiheit. Ich bin überfordert. Was mach ich daraus?

Ich such mir einen Yogalehrer, der mir sagt, wann ich einatmen soll und wann aus.“

So abwechslungsreich, ja geradezu gegensätzlich war DOTA noch nie. Der Bogen spannt sich inhaltlich wie musikalisch: Die einfallsreichen, teils geheimnisvollen teils verspielten und um Bläser bereicherten Arrangements treffen auf ohrwurmige Melodien, raffinierte Harmonien und nicht zuletzt auf ihre unverwechselbare Stimme. Die Faszination, die von ihr ausgeht, beschrieb Sebastian Krämer in seiner Laudatio anlässlich der Verleihung des renommierten Fred-Jay-Preises für Textdichter wie folgt: „Überall, wo Sänger gelobt werden, fallen die Vokabeln Authentizität und Natürlichkeit. Und dann hört man Dota und denkt: Ach so! Ich nehme das mit der Natürlichkeit und Authentizität im Bezug auf alle anderen zurück.“

Über DOTA

In den nuller Jahren veröffentlichte Dota Kehr unter dem Pseudonym „Kleingeldprinzessin“, dann unter namentlicher Berücksichtigung ihrer formidablen Band als „Dota & Die Stadtpiraten“ und seit fünf Jahren nun unter dem – ihre Musiker und sie selbst zusammenfassenden – Signet DOTA. Gitarrist Jan Rohrbach und Schlagzeuger Janis Görlich am Schlagzeug haben von Anfang an den charakteristischen Bandsound geprägt. Mit diesem Album löst Patrick Reising (manchen bekannt aus der Band Tele) den vormaligen Keyboarder Jonas Hauer an den Tasten ab. Seit der Namensänderung zu DOTA ist „Die Freiheit“ das dritte Studioalbum. Mit dem Vorgänger „Keine Gefahr“ erreichte die Band Platz 14 in den Charts. Über 100.000 verkaufte Tonträger und Jahr für Jahr an die hundert meist ausverkaufte Konzerte im gesamten deutschsprachigen Raum sprechen für sich.

"Der große Wurf der Kleingeldprinzessin. (...) besonders interessant ist die Entwicklung von Liedermacher-Stücken, die sie am Anfang noch ganz allein zur Gitarre sang, hin zu einem immer ausgefeilteren Bandsound, der auf dem neuen Album nochmal einen riesigen Schritt nach vorne gemacht hat. (...) Es wäre zu wünschen, das noch viel mehr Leute das hören."

(Faz.net, Album der Woche)

"Damit gehören Dota zu diesem zwingend notwendigen Kontrapunkt an deutschen Popacts, die sich nicht mit banalen Plattitüden und peinlicher Dauerschleife aus dem Formatradio schälen."

(Laut.de)

"Auch auf ihrem achten Studioalbum gelingt es Dota wie kaum einer zweiten, ungeschminkt, ungekünstelt und unpeinlich die lyrischen Bonmots mit immer dem richtigen Timing und der richtigen Perspektive zu zwar humorvollen, aber keineswegs lächerlichen

Songkunstwerken zusammenzuschrauben."

(Gaesteliste.de)

"Dota Kehr hat sich in die Herzen vieler Menschen gespielt, ihre Musik steht für Qualität und sie ist absolut authentisch."

(Radio Eins, Album der Woche)