Mi., 26. bis So., 30. Sept.
Di., 2. bis Do., 4. Okt.
Sa., 6. + So., 7. Okt.:
20.00 Uhr
Eintritt:
20,- / erm. 15,- Euro
Freie Platzwahl!


 

 

„SOLLBRUCHSTELLE“

Das neue Solo von und mit LISA POLITT

zum 15jährigen Jubiläum vom POLITTBÜRO

 

Es sieht weltenmäßig grad nicht so rosig aus, um der Wahrheit die Ehre zu geben. Eine schöne Gelegenheit, sich endlich mal auf’s Blumengießen zu konzentrieren. Oder mal gründlich aufzuräumen im Schrank. Irgendwas ohne Menschen. Und die defekten Elektrogeräte einschicken.

 

Man wundert sich sowieso: So alt ist das doch noch gar nicht, und trotzdem schon kaputt..? Reparieren geht auch nicht mehr. Ob die, die das sagen, überhaupt Fachleute sind, und wenn ja, ob sie uns die Wahrheit sagen: das wissen wir nicht. Zumindest sind es die, von denen wir dachten, sie seien dafür zuständig und hätten die Verantwortung. Dabei profitieren sie von der Misere und haben, so hört man immer häufiger, die Sollbruchstelle bereits bei der Produktion eingeplant. Sie ist nicht der Fehler. Die verkürzte Lebensdauer ist beabsichtigt. Geplante Obsoleszenz.

 

Gilt das auch für Risse in der Gesellschaft, ist der Rassismus die Sollbruchstelle der Solidarität unter den Bedingungen der Sozialpartnerschaft, und wer zum Teufel ist hier eigentlich verantwortlich im Sinne der Gewährleistungspflicht? Zugegeben: Ein ordentlicher Gedankensprung. Aber anständig Verdrängtes kommt oft in ungeahnter Umgebung an die Oberfläche. Wovon ist schließlich die Rede, wenn nur noch drum rum geredet wird: Wer profitiert, wer hat den Schaden, und wenn die Erde kaputt geht, was nutzt es uns, dass irgendjemand behauptet, da wär’ noch Garantie drauf?

 

Lisa Politt stellt sich und dem Publikum nur Fragen, die sie selbst auch interessieren. „Sie beherrscht das Florett ebenso wie das Schwert, ist radikal und federt die Stringenz ihrer Darstellung nie durch unnötigen Charme, Diplomatie oder Pädagogik ab. Wenn es der Sache dient oder sie von ihrer Halsstarrigkeit dazu getrieben wird, setzt sie die Karre auch mal lustvoll und mit Karacho gegen die Wand. Lisa Politt ist das Rasiermesser an der Kehle der Generation Golf“ – „Die einzige Frau in Deutschland, die aggressives politisches Kabarett macht“ (Volker Pispers)

 

„Wenn man Lisa Politt interviewt, weiß man nie, ob sie mit einem wissenschaftlichen Exkurs oder einer unterirdischen Zote antwortet“, kündigte eine leicht genervte ndr- Redakteurin ihre Interviewpartnerin im Radio an. Ein hoher Standard, dem Lisa Politt auch in  ihrem neuen Soloprogramm gerecht werden will: Die Gesellschaft ist gespalten, und es soll schließlich für jeden was dabei sein.  Und  auch wenn gesellschaftlicher Ausgleich langfristig nur über das Austragen des Konflikts erlangt werden kann: Bei dieser  Expertin ist die Sache in guten Händen. Vielleicht die einzige Frau, die für einen leidenschaftlichen Streit keinen Zweiten braucht.

Regie: C. Bartz

 

Aus der Urteilsbegründung der Jury des Deutschen Kabarettpreises zur Verleihung an Lisa Politt:

 

„Lisa Politt tritt auch in ihren Solo- Programmen  souverän den Beweis an, dass zeitkritisches politisches Kabarett keine Männerdomäne ist. Mit sprachlicher Schärfe und intellektuellem Witz vertritt sie streitbar, undogmatisch und selbstironisch unbequeme Standpunkte und ist gleichzeitig eine brillante und stimmgewaltige Entertainerin.“

 

Aus der Urteilsbegründung der Jury des Deutschen Kleinkunstpreises, Sparte: Kabarett,  zur Verleihung an Lisa Politt:

 

„Damit zeichnet die Jury eine Überzeugungstäterin aus, die als Solistin ebenso wie im Duo Herrchens Frauchen zusammen mit Gunter Schmidt kabarettistische Konsequenzen zieht. Ihre energievolle Präsentation gipfelt in den Songs, die sie mit einer Super-Rockröhre singt. Lisa   Politt:     Eine radikale Denkerin, die gnadenlos analysiert und exakt formuliert.“

 

Die Kritik (zu früheren Programmen, Auszüge):

 

„Was sie so einzigartig macht, ist eine glaubhafte Verschmelzung von Rolle und eigenem Ich. Sie entblättert sich schonungslos, wird öffentlich „persönlich“, hält bei aller Kontrolliertheit ihrer Gesten mit keinem Gefühl zurück. Eine sprachliche und intellektuelle Schärfe, wie sie sonst kaum zu erleben ist.“                                                                  (Neue Westfälische Zeitung)

 

„Am Ende bleibt ein freudiges Erstaunen zurück: Darüber, dass es hierzulande tatsächlich noch eine gute Kabarettistin gibt.“                            
(Tagesspiegel, Berlin)

 

„Ein Solo, wie man es pointierter, schärfer und präziser lange nicht gesehen hat auf deutschen Kleinkunstbühnen. Große Klasse.“           
(Frankfurter Allgemeine Zeitung)

 

„Sie verdient das größte Kompliment, das man einer Frau heutzutage machen kann: Lisa Politt ist die boshafteste Frau unter der Sonne.“                            
(Tageszeitung)