Fr., 5. Mai
20.00 Uhr
Eintritt: 15,- / erm. 10,- Euro
Freie Platzwahl!


 

BERNADETTE LA HENGST:

„Café Europa  - Lovesongs von Madrid nach Casablanca – ein musikalischer Reisereport (und ein Konzert)“

 

 

Im September 2016 sammelte Bernadette La Hengst auf ihrer dreiwöchigen künstlerischen Expedition von Madrid nach Casablanca Lovesongs.

Sie eröffnete ihr mobiles Café Europa auf öffentlichen Plätzen aus ihrem Tour-Bus heraus und bat lokale MusikerInnen, ihre Drinks in der Währung von Liebesliedern zu bezahlen. Mit diesen musikalischen Kooperationen füllte sie ihre Eurabische Café Europa Jukebox.

In einem mitreißenden musikalischen Diavortrag erzählt und singt sich Bernadette La Hengst von Südeuropa bis nach Nordafrika und spielt die Songs, die in Madrid und Casablanca inzwischen durch die Straßen gepfiffen werden wie u.a.:

Como suena el amor en Madrid tras la crisis (wie klingt Liebe in Madrid nach der Krise)? oder Ridan inchallah sa ejido el hob fieh Casablanca (Morgen, wenn Gott will, finde ich Liebe in Casablanca) Mehr Infos: http://sound-development-city.com

Natürlich bleibt es da nicht aus, dass der Reisereport fast nahtlos in ein La Hengst Solokonzert übergeht um zu alten und neuen Hits von ihrem aktuellen Album „Save the World With This Melody“ auf und vor der Bühne zu tanzen.

Bernadette La Hengst zeigt bei ihren Konzerten so ziemlich alles, was es braucht, um die Welt mit Melodien zu retten: Von swingenden Popsongs über ausgeflippten Krautbeat bis hin zu elektrogeschwängertem Lovers Soul. Von Funk, Folk, Punk bis zu Rap und Elektro-Dub. Bernadette La Hengst vereint überzeugend Standpunkt und Revolte mit Disco und Spaß. Ein Bernadette La Hengst Konzert ist alles andere als selbstverliebter Diskurs-Pop mit Betroffenheitsfaktor. Keyboardsounds und Samples aus der Konserve. Ihre Beats sind fett, ihr Charme entwaffnend. Den Rest erledigt Bernadette mit Gitarren, ausgelassenen Tänzen und einer wunderbar kraftvollen und leidenschaftlichen Stimme.

Klar im Vordergrund stehen ihre Texte – die auch gerne mal mit wütenden Gitarren oder derb rockenden Soli betont werden.

„Sie geht ab wie eine Rakete bis Wahnsinn und Schweiß verschwörerisch funkeln“ (Mopo/HH). Auf ihrem aktuellen Album „Save The World With This Melody“ finden sich Lieder wie "Wem gehört die Parkbank", "Kommen immer näher" oder "Wir bleiben hier", das mit zehn Flüchtlingen im Rahmen eines gemeinsamen Projekts aufgenommen wurde. Bernadette ist vermutlich die einzige Person, die mit einem ausgelassenen Disco-Takt die Relevanz einer Flüchtlingskrise nicht mindert. Durch ihre zahlreichen Projekte und Theaterstücke zum aktuellen, aber leider nicht neuen Thema „Refugees“, beweist Bernadette La Hengst immer wieder, dass sie es nicht nötig hat mit Betroffenheit und großen Emotionen zu jonglieren. Die Suche nach neuen Lebensraum, getrennte Liebe, Selbstbehauptung, Verlust und Zerstörung scheinen für den Moment des Konzertes etwas leichter verkraftbar. Ältere Titel wie „Der Beste Augenblick“ oder „Intergrier mich, Baby!“ machen klar, wie wichtig gute Tanznummern sind, damit sich die Welt in Zeiten wie diesen etwas reibungsloser dreht, ohne dass man dabei in Ignoranz und der Oberflächlichkeit eines musikalischen Einheitsbrei abrutscht. Bernadette sagte in einem Interview: „Die Welt ist so groß und der alltägliche Scheiß, mit dem man sich umgibt, so klein, dass man ab und zu mal auslüften sollte.” Beste Gelegenheit dazu bietet sich bei einem ihrer Konzerte.

www.lahengst.com