Mo., 10. April
20.00 Uhr
Eintritt: 15,- / Erm. 10,- Euro

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OLIVER NACHTWEY erläutert und kritisiert

"DIE ABSTIEGSGESELLSCHAFT"

THOMAS EBERMANN fragt nach, bezweifelt, widerspricht.

 

Eine "glänzende Gegenwartsanalyse" (AK); " brillant erzählt und empirisch fundiert"(ARD); "Eine vergleichbar verständliche, meist präzise formulierte und in sich stimmige Krisenerzählung dürfte auf dem deutschen Buchmarkt schwer zu finden sein"(SZ). Tatsächlich hat Oliver Nachtwey mit seinem empirischen Material und seinen Beobachtungen eine Arbeit vorgelegt, die kennen sollte, wer über den Wandel sozialer Realitäten mitdiskutieren will; wer die Gesellschaft, in der wir leben, verstehen will. Was er "regressive Moderne" nennt, fasst er in dieses Bild: " Die alte Idee, daß der, der sich anstrengt, der sich weiterbildet, auch aufsteigt, hat Kratzer bekommen. Für viele Menschen stellt sich unsere Gesellschaft als eine nach unten fahrende Rolltreppe dar, gegen die sie anlaufen müssen, um nicht abzusteigen"(Spiegel online). Zu diskutieren sein wird u.a. der Unterschied zwischen realem Abstieg und Abstiegsangst, die Ebermann oft als etwas bloß Vorgeschütztes erscheint, um Bestialisches als durch "Sorgen" Legitimiertes aussprechbar zu machen. Ebenfalls strittig könnte sein, ob man die Zeit vor dem Neoliberalismus als " soziale Moderne" oder "Hölle der Gesellschaft im Überfluss" bezeichnen, auf sie also eher wohlwollend oder negatorisch zurückblicken sollte. Und dann könnte es auch noch Streit um "linken Populismus" geben, etwa um das Motto von Occupy: "We are the 99 percent". Ist das ein fruchtbarer Ansatz oder die Absage an politische und klassenanalytische Fragestellungen? Die Moderation hat Tanja Chawla (ver.di) übernommen.

In Zusammenarbeit mit ver.di Fachbereich Besondere Dienstleistungen und ver.di Jugend Hamburg
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