So., 19. März
20.00 Uhr
Eintritt: 15,- / erm. 10,- Euro
Freie Platzwahl!


 

Ein Abend mit MECHTHILD GROSSMANN

 - Gastgeber: FRIEDEL BOTT

 

Mechthild Großmann – das ist doch die grummelige Staatsanwältin aus dem Münster-„Tatort“, dem beliebtesten Krimi der Republik; die Kommissar Thiel und Professor Boerne gern mal zusammenstaucht. Und das schon seit 2002. Diese Arbeit hat sie zu Recht sehr populär gemacht, obwohl sie damit am Ende nur wenige Drehtage im Jahr beschäftigt ist. Was Mechthild Großmann wirklich ausmacht, ist das Theater und speziell das Tanztheater. Seit mehr als vier Jahrzehnten ist sie – neben den Tänzerinnen und Tänzern – die Schauspielerin und festes Ensemblemitglied in der Wuppertaler Company von Pina Bausch. 1975 lernten sich beide kennen; die intensive Zusammenarbeit endete 2009 mit dem überraschenden Tod der weltbekannten Theaterchefin. „Noch ein Weinchen, noch ein Zigarettchen.“

Der Tatort ihrer Geburt war übrigens in Münster, was letztlich bedeutungslos war, weil die Familie bald nach der Kommunion in Richtung Bremen zog. Bereits mit acht Jahren neigte sie zum Beruf der Nonne. „Messen finde ich bis heute grandios, da kann kein Schauspieler gegen an.“ Inzwischen sieht man sie eher als Femme fatale, Hure oder Säuferin – außer eben im „Tatort“; da steht sie deutlich, kettenrauchend, auf der Seite des Rechts.

In vielen Theatern fühlt sie sich zu Hause: u. a. in Bremen, Stuttgart und besonders Bochum. Dort spielt sie seit 2015 die Titelrolle in Dürrenmatts „Der Besuch der alten Dame“; die nächsten Termine sind im April. Und sie ist mit der Berliner „Lautten Compagney“ unterwegs mit einem grandiosen Hörstück nach „Don Quijote“, dem Roman von Cervantes, dem „besten Buch der Welt“. Mechthild Großmann macht aber auch Lesungen ganz ohne Musik, allein mit ihrer unverwechselbaren Stimme – live oder auf Hörbüchern, für die sie immer wieder ausgezeichnet wird.

Mechthild Großmann wird an diesem Abend u. a. einen Text von A. L. Kennedy, aber auch einen Ausschnitt aus dem „Tagebuch einer Killerkatze“ lesen; für diese Lesung hat sie Ende letzten Jahres den „Beo“ bekommen, den Kinder-Hörbuchpreis. Außerdem zeigen wir den ein oder andern Filmausschnitt. Auch das Publikum darf sich traditionell einmischen.